Schulaktiv

BERATUNGSSTELLE ZUM THEMA SCHULVERMEIDUNG

Warum gibt es uns?

Derzeit verlassen jährlich etwa 7,5% der Schulabgänger/-Innen die Schule ohne Abschluss. Dadurch verschlechtern sich ihre Chancen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt erheblich.
Die zentrale Aufgabe des Projekts ist die Integration von Schülern in die Regelschule oder die Entwicklung von Alternativen. In Kooperation mit Schule und Familie werden gezielte Maßnahmen gemeinsam entwickelt, um einen regulären Schulabschluss und damit den Sprung in eine gute berufliche Zukunft zu schaffen.

Unsere Definition und unser Verständnis von Schulvermeidung:

Schulvermeidung bedeutet, dass Schüler häufig im Unterricht nicht anwesend sind. Wir differenzieren nach folgenden Kriterien:

Abwesenheit

  • ohne eine nachvollziehbare Begründung
  • mit einer für die Schule nicht nachvollziehbaren Begründung
  • im Sinne von anwesend, aber nicht präsent sein

Wir verstehen jede Form von Schulvermeidung als Symptom, d.h. wir gehen davon aus, dass wir ein Verhalten verändern können, wenn wir verstehen, worin der Sinn und der Gewinn von Schulvermeidung liegt.
Alle Beteiligte begeben sich auf die Suche nach den „guten Gründen“ des Vermeidens.

Schulvermeidung ist ein Symptom – und macht Sinn

Unsere Haltung:

Wir denken und handeln mehrdimensional. Wir orientieren uns daran, wie es jetzt gerade ist und welche Veränderungsmöglichkeiten es auf dieser Grundlage gibt. Wir arbeiten partnerschaftlich und lösungsorientiert mit allen Beteiligten (Schüler und Schülerinnen, Familien, Lehrkräfte und weiteren Helfer). Wir bewahren uns unsere Neutralität.

Kurzbeschreibung der Arbeitsweise des Projektes „schulaktiv“:

  • In den Schulen, mit denen die vhs kooperiert, ist das Projekt mit regelmäßigen Sprechstunden vertreten, um eine Kontaktmöglichkeit für Lehrer zu schaffen. Im weiteren Verlauf ist die Koordinierungsstelle telefonisch und per E-Mail extern zu erreichen, falls dies von den Partnern so gewünscht ist.
  • Derzeit kooperiert die vhs mit folgenden Schulen im RTK:
    IGS Wallrabenstein, Limesschule, Nikolaus-August-Otto-Schule, IGS Rüdesheim
    Wenn es im Projekt freie Kapazitäten gibt, können auch andere Schulen in den Fördergebieten das Angebot in Anspruch nehmen.
  • Das Angebot ist freiwillig und die Mitarbeiterinnen unterliegen der Schweigepflicht. Wenn Schüler oder Eltern den Kontakt aufnehmen, wird ein erstes Sondierungsgespräch geführt, nach dem sich die Beteiligten entscheiden können, ob sie eine Zusammenarbeit wünschen.
  • Der Betreuungsablauf soll für alle Beteiligten möglichst transparent, nachvollziehbar und kontrollierbar sein.
  • Eine möglichst rechtzeitige (ab dem 12. Lebensjahr) Kooperation mit dem Projekt ist gewollt, um zu verhindern, dass aus einem passiven ein aktiver Schulverweigerer wird.
  • eine enge Kooperation mit Schulsozialarbeit und den Beratungs- und Förderzentren (BFZ) ist gewollt, um die vorhandenen Ressourcen nutzen zu können.


 
 

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