Impressionen aus der Projektwoche: Diskriminierung, Rassismus und Menschenrechte

In der vergangenen Woche hatten die Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs die Gelegenheit,
sich intensiv mit den Themen Diskriminierung, Rassismus und Menschenrechte
auseinanderzusetzen. Die Projektwoche, die von verschiedenen Workshops, Ausflügen und
Diskussionen geprägt war, bot den Teilnehmenden wertvolle Einblicke und förderte ein
tiefgreifendes Verständnis für diese wichtigen gesellschaftlichen Themen.


Tag 1 und 2: Workshops mit der AWO
Die ersten beiden Tage der Projektwoche standen ganz im Zeichen der Zusammenarbeit mit den
Teamerinnen der Arbeiterwohlfahrt (AWO). In einem umfassenden Workshop setzten sich die
Schülerinnen und Schüler mit den Definitionen von Diskriminierung und Rassismus auseinander.
Persönliche Erfahrungen und Fallbeispiele wurden erarbeitet und diskutiert. Besonders
eindrucksvoll waren die Plakate, die die Teilnehmenden erstellten. Diese enthielten diverse
Lösungsansätze, wie man aktiv gegen Diskriminierung und Rassismus vorgehen kann.


Tag 3: Besuch der Gedenkstätte in Hadamar
Am dritten Tag führte uns ein Ausflug zur Gedenkstätte in Hadamar. Dort nahmen wir an einem
dreistündigen Workshop teil und erhielten eine professionelle Führung, die uns die Geschichte und
die Vorgehensweise der Tötungsanstalt Hadamar näherbrachte. Die Schülerinnen und Schüler
setzten sich intensiv mit den Biografien von Menschen, darunter auch Kinder, auseinander, die in
Hadamar getötet wurden. Diese Auseinandersetzung hinterließ einen tiefen Eindruck und führte zu
einem besseren Verständnis der historischen Dimension von Rassismus und Diskriminierung.


Tag 4: Menschenrechte und Propaganda
Der vierte Tag war dem Thema Menschenrechte gewidmet. In lebhaften Diskussionen erörterten die
Schülerinnen und Schüler die Bedeutung der Menschenrechte und deren zentrale Rolle für ein faires
und gerechtes Zusammenleben. Es wurde deutlich, dass die heute geltenden Menschenrechte
keineswegs selbstverständlich sind und dass Bildung eine entscheidende Rolle dabei spielt,
Menschen zu befähigen, verschiedene Gefahren zu erkennen. Eine dieser Gefahren ist Propaganda.
Gemeinsam definierten wir, was Propaganda ist, und analysierten typische Aspekte anhand
propagandistischer Plakate aus der NS-Zeit. Der Tag wurde durch die Sichtung und Besprechung
des Films "Die Welle" abgerundet, der eindrucksvoll die Mechanismen von Gruppendruck und
Manipulation darstellt.


Tag 5: Besuch des Amtsgerichts in Idstein
Am letzten Tag der Projektwoche besuchten wir das Amtsgericht in Idstein. Dort hatten wir die
Gelegenheit, eine Gerichtsverhandlung als Zuschauer zu erleben. Im Anschluss führten wir ein sehr
aufschlussreiches Gespräch mit dem Richter am Amtsgericht, Herrn Dr. Iannone, und der
Oberamtsanwältin, Frau Schmidt. Die Schülerinnen und Schüler stellten zahlreiche Fragen zu
konkreten Fällen und den Herangehensweisen im Gericht, was zu einem regen Austausch führte.
Eine kleine Führung durch die Räumlichkeiten des Gerichts sowie eine abschließende Auswertung
der Woche rundeten den Besuch ab.


Fazit
Die Schülerinnen und Schüler haben in dieser Woche zahlreiche wertvolle Eindrücke gewonnen
und ihr Wissen über Diskriminierung, Rassismus und Menschenrechte vertieft. Die Rückmeldungen
der Teilnehmenden waren durchweg positiv, und viele betonten, wie wichtig und bereichernd sie die
verschiedenen Programmpunkte empfunden haben.
Ich bedanke mich herzlich für die engagierte Teilnahme und die spannenden Gespräche. Diese
Woche hat uns allen gezeigt, wie bedeutend es ist, sich kontinuierlich mit diesen Themen
auseinanderzusetzen und aktiv für eine gerechtere Gesellschaft einzutreten.

verfasst von Aferdita Iannone (LiV) 


 

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